Volkssagen aus Stadt und Kreis Bütow in Pommern.  Gesammelt von Walter Keller. Bütow 1920.
Nachdruck: Unvergessene Heimat, Nr.6. Frankenberg 1969. - Sagen aus der Stadt - Nr.1 S.3  


Ursprung der Stadt Bütow

Nach der preußischen Chronik des Caspar Schütz ist der Erbauer der Stadt Bütow ein wendischer Fürst "Buto" aus Mecklenburg. Nach ihm sollen Stadt, Land und Fluß den Namen erhalten haben. - In Cramers:"Geschichte der Lande Lauenburg und Bütow" wird der Name Bütow von "Büten (Buten oder Beuten") abgeleitet. Büten sind ausgehöhlte Fichtenstämme, die als Bienenrümpfe verwandt wurden. - Ganz anders erklärt der Volksmund den Namen. Er leitet ihn von "bi - tau" d. h. "bei zu" ab und erzählt folgendes. Stolpmann und sein guter Nachbar (den Namen verschweigt die Sage) lebten im heutigen Kreise Stolp. Beide waren mit irdischen Gütern reich gesegnet und besaßen vor allem große Viehherden. Da sich nun ihre Hirten der Weideplätze wegen häufig zu nahe kamen, sagte der friedliebende Stolpmann zu seinem Nachbar "Go du bi tau!" Darauf zog dieser nach Süden und wurde der Begründer der Stadt "Bitau" (Bütow), während Stolpmann nach Norden zog und der erste Bewohner einer Stadt wurde, die nach ihm den Namen Stolp erhielt.

(Mündlich)


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